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Olympia Männer :USA holen Gold


Die Basketballer der USA haben zum insgesamt 13. Mal olympisches Gold gewonnen. Das Team der NBA-Profis setzte sich im Endspiel des Turniers in Peking 118:107 (69:61) gegen Weltmeister Spanien durch.

Für die Amerikaner war es der erste Erfolg bei Olympia oder einer WM seit den Sommerspielen 2000 in Sydney, für Spanien die zweite Medaille seit der Niederlage gegen die USA im Finale 1984 in Los Angeles.

Beste Werfer der USA waren Dwyane Wade (27) vor Kobe Bryant (20) und LeBron James (14). Bei Spanien erzielten Rudy Fernandez (22) und Pau Gasol (21) die meisten Punkte.

Die Bronzemedaille sicherte sich Argentinien mit einem 87:75 (46:34) im Spiel um Platz drei gegen Litauen.

US-Girls holen sechstes Gold

Die Basketballerinnen der USA haben einmal mehr ihre Dominanz unter Beweis gestellt und bei den olympischen Spielen in Peking die sechste Goldmedaille geholt. Im Finale siegten die US-Girls klar mit 92:65 (47:30) gegen Australien.
Zum dritten Mal nach 2000 in Sydney und 2004 in Athen setzten sich die Amerikanerinnen gegen den Erzrivalen und Weltmeister durch. Damit sind die USA seit 1992 in Barcelona bei Olympia weiter ungeschlagen. In der Begegnung um Platz drei hatte sich Vize-Weltmeister Russland mit einem 94:81 (52:39) gegen Gastgeber China die Bronzemedaille gesichert.

Vor 18.000 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Halle in Peking erwischten die "Aussies" den besseren Start. Als ihnen jedoch zwischen der neunten und 15. Minute nur zwei Punkte gelangen, nutzten die USA die Chance zum 16:2-Zwischenspurt und zur 34:17-Führung.
Bis zur Halbzeit schien der Korb für das Team vom Fünften Kontinent wie vernagelt. Nach 20 Minuten stand eine Trefferquote von 22 Prozent in der Statistik, während die USA die Ausbeute auf 63 Prozent erhöhten.
Nach dem Wechsel bemühten sich die Australierinnen um den Anschluss. Doch die Amerikanerinnen hatten stets eine Antwort parat und hielten den Gegner unter anderem mit ihrer aggressiven Verteidigung auf Distanz. Nichts war mehr zu sehen von dem Spielfluss und der Treffsicherheit, mit der die Australier unter anderem im Halbfinale die Chinesinnen (90:56) beherrscht hatten.
Im dritten Viertel konnte Australien den Abstand noch einmal auf zwölf Punkte verkürzen, doch in Gefahr bringen konnten sie den vierten Olympiasieg der USA in Folge auch im Schlussviertel nicht. Die Vorentscheidung war mit der 65:48-Führung (28.) gefallen.
Die Mannschaft aus dem Mutterland des Basketballs hatte in Kara Lawson (15 Punkte) und Lisa Leslie (14) die besten Werferinnen. Treffsicherste Australierinnen waren Lauren Jackson (20) und Belinda Snell (15).

Traumfinale USA gegen Spanien

Die USA haben am Freitag beim olympischen Basketball-Turnier den Finaleinzug mit einem 101:81-(49:40)-Sieg gegen Argentinien fixiert und treffen im Endspiel auf Weltmeister Spanien, der Litauen mit 91:86 bezwang.

Die US-Amerikaner führten im ersten Viertel mit 21 Punkten, ehe die Argentinier trotz des Ausfalls ihres Superstars Ginobili auf sechs Zähler verkürzen konnten. Der Erfolg des Top-Favoriten war aber ungefährdet.

Carmelo Anthony (21 Punkte) bzw. Luis Scola (28) trafen am besten.

Spaniens Basketballer bleiben im Gold-Rennen

Als erstes Team hat Spanien das Finale des olympischen Basketball-Turniers erreicht. Der Weltmeister setzte sich im Halbfinale 91:86 gegen Litauen durch.

Weltmeister Spanien hat als erstes Team das Endspiel des olympischen Basketball-Turniers erreicht. Die Iberer besiegten im Halbfinale den EM-Dritten Litauen mit 91:86 (40:42). Der Endspiel-Gegner wird in der anschließenden Begegnung zwischen den USA und Argentinien, dem Olympiasieger von 2004 in Athen, ermittelt.

Das Finale wird am Sonntag 8.30 Uhr MESZ (14.30 Uhr Ortszeit) ausgetragen. Zuvor (12.00 Uhr Ortszeit/6.00 Uhr MESZ) bestreitet Litauen das Spiel um die Bronzemedaille gegen den Verlierer des zweiten Halbfinals.

USA und Australien im Finale


Die Damen der USA sind am Donnerstag durch einen 67:52-(33:32)-Sieg gegen Russland in das Basketball-Finale eingezogen.

Die Russinnen, bei denen die Ex-Klosterneuburgerin Tatjana Schtschegolewa mit zwölf Punkten zweitbeste Scorerin war, führten vor der Pause mit bis zu sieben Punkten. Die Ex-Welserin Oksana Rachmatulina kam auf zwei Zähler. Diana Taurasi erzielte für die USA 21 Punkte.


Im Endspiel wartet Australien, das sich gegen China mit wenig Mühe mit 90:56 (34:18) durchsetzte.

Aus für China - USA, Litauen, Spanien weiter


Deutschland-Bezwinger China ist beim olympischen Basketball-Turnier in Peking von Litauen gestoppt worden. Der EM-Dritte gewann das Viertelfinale gegen den Gastgeber mit 94:68 (41:30) und trifft im Halbfinale am 22. August auf Spanien.

Der Basketball-Weltmeister schaltete Kroatien mit 72:59 (37:26) aus. Der große Gold-Anwärter USA drehte nach der Pause auf und gewann mit 116:85 (55:43) gegen Australien. NBA-Star Kobe Bryant erzielte 25 Punkte. Olympiasieger Argentinien und Vize-Weltmeister bestreiten das letzte Viertelfinale.

Vor allem die 15 Ballverluste machten den Chinesen um ihren 2,26 Meter großen NBA-Profi Yao Ming vor 18 000 Zuschauern im Olympic Basketball Gymnasium zu schaffen. «Ich bin glücklich und traurig zugleich», sagte Yao Ming (19 Punkte). Neben dem Houston-Rocket-Profi erzielte der ebenfalls in der NBA für die Milwaukee Bucks spielende Jianlian Yi (11) die meisten Punkte für die Gastgeber. «Ich denke, wir brauchen mehr Erfahrung, wir brauchen mehr Spieler in anderen Clubs, in anderen Ländern», sagte Trainer Jonas Kazlauskas. Der Litauer saß letztmals auf der Bank der Chinesen.

Die Spanier zeigten sich gut erholt von der 82:119-Vorrunden-Niederlage gegen den hohen Gold-Favoriten USA. Der Weltmeister um den überragenden Los-Angeles-Lakers-Profi Pau Gasol (20 Punkte) hatte mit den Kroaten keine Probleme. «Das war ein Schlüsselspiel. Nun haben wir zwei Chancen eine Medaille zu gewinnen», sagte Spaniens Aufbauspieler Rudi Fernandez und stellte fest: «Bei der Niederlage gegen die Amerikaner haben wir viel gelernt. Vor allem, dass wir immer kämpfen müssen. Wir sind glücklich, dass wir dies heute von der ersten Sekunde an gemacht haben.»

Olympia Basketball USA versenken Deutschland

Beim letzten Gruppenspiel beim Basketball-Turnier der Olympischen Spiele 2008 musste Deutschland heute noch einmal gegen die USA antreten. Bei diesem Spiel ging es eigentlich nur noch um die Ehre, denn die USA stehen bereits im Viertelfinale und treffen dort in zwei Tagen auf Australien. Deutschland hatte schon vor dem Spiel keine Chance auf das Weiterkommen in die Finalrunde, dabei hatten sich Dirk Nowitzki und Co. so viel vorgenommen für die Olympischen Spiele.
Zum Abschluss verabschiedeten sich die deutschen Basketballer nun mit einer empfindlichen Niederlage von 57:106. Denn 100. Punkt für die USA machte dabei Sven Schultze. Dirk Nowitzki war bester Werfer des DBB-Teams mit 14 Punkten.
In der gleichen Gruppe wie Deutschland und die USA spielte auch Weltmeister Spanien. Die Spanier versenkten zuvor Angola mit 98 zu 50. In der Gruppenphase war Spanien auf die USA getroffen und hatte das Spiel mit 82:119 verloren.

Viertelfinale Basketball-Turnier Olympische Spiele 2008
USA gegen Australien
Argentinien gegen Griechenland
Litauen gegen China
Weltmeister Spanien gegen Kroatien
Die Viertelfinale werden am 20. August 2008 ausgespielt. Die Halbfinale am 22. August und das Finale am 24. August 2008.

Chinesinnen schaffen vierten Vorrundensieg

Beim olympischen Basketball-Turnier der Frauen stehen die Viertelfinalistinnen fest. In Gruppe A setzten sich Weltmeister Australien, Europameister Russland, Weißrussland und Südkorea durch.

Die Südkoreanerinnen buchten den Platz in der Runde der letzten Acht durch einen 72:68-Erfolg über Lettland. Die Chinesinnen feierten in Gruppe B durch einen 79:63-Erfolg über Tschechien ihren vierten Sieg und erreichten genauso das Viertelfinale wie die Tschechinnen, die Spanierinnen und Olympiasieger USA.

Nowitzki-Team nach der Vorrunde ausgeschieden

Die deutschen Basketballer haben bei den Olympischen Spielen 2008 das Viertelfinale verpasst. In der entscheidenden Partie gegen Gastgeber China unterlag das Team um Superstar Dirk Nowitzki nach einer katastrophalen zweiten Halbzeit. Das abschließende Vorrundenspiel gegen die USA am Montag ist damit bedeutungslos.Für die deutschen Basketballer ist das Olympia-Turnier nach der Vorrunde beendet. Mit der 55:59 (31:27)-Niederlage im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Gastgeber China hat die Mannschaft um die NBA-Profis Dirk Nowitzki und Chris Kaman ihre Chance auf den Einzug ins Viertefinale verspielt. Für die DBB-Auswahl, die im letzten Gruppenspiel am Montag (20.00 Uhr Ortszeit/14.00 Uhr MESZ) auf die USA trifft, war es in der Gruppe B die dritte Niederlage im vierten Spiel.

Beste Werfer des Teams von Bundestrainer Dirk Bauermann vor 18.000 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Arena war Nowitzki mit 24 Zählern. Für China erzielte Yao Ming 25 Punkte.

Chinas Basketballerinnen bereits im Viertelfinale

Chinas Basketball-Damen sind vorzeitig ins Viertelfinale eingezogen. Der Gastgeber feierte mit dem 69:48 über Mali seinen dritten Sieg in Gruppe B und folgt damit der USA.

Chinas Basketball-Damen sind vorzeitig ins Viertelfinale des olympischen Turniers eingezogen. Der Gastgeber feierte mit dem 69:48 über Tabellenschlusslicht Mali am vierten Spieltag der Vorrunden-Gruppe B seinen dritten Sieg. Den Sprung in die Runde der letzten Acht hatte Titelverteidiger USA schon vor dem 93:55 über Spanien geschafft. Seinen zweiten Sieg landete Tschechien mit dem 90:59 über Neuseeland.



In der Gruppe A haben sich Weltmeister Australien, die ebenfalls unbesiegten Russinnen sowie Weißrussland für das Viertelfinale qualifiziert. Australien setzte sich mit 96:73 gegen Lettland durch, Russland mit 74:64 gegen die weiterhin sieglosen Brasilianerinnen. Im letzten Spiel des Tages gewann Weißrussland mit 63:53 gegen Südkorea.

Yao-Ming-Superstar soll Deutschland stoppen

Basketball-Riese Yao Ming verkörpert Chinas Wunsch nach Größe - und soll Deutschlands Korbjäger stoppen.

«Wir haben Yao für die Offensive. Wir passen den Ball zu ihm und lassen ihn werfen. Ich bin für die Verteidigung und die Rebounds da», sagt Yi Jianlian, der ebenfalls in der amerikanischen NBA, der besten Basketball-Liga der Welt spielt, aber bei Olympia noch nicht so richtig in Schwung gekommen ist.

Zumindest im basketballverrückten Amerika ist der 2,26 Meter große Yao Ming der berühmteste Chinese seit Mao Tse-tung. «China könnte keinen besseren Repräsentanten haben», sagt Mike Krzyzewski, der Trainer vom Team USA. Genau wie Dirk Nowitzki trug Yao Ming bei der Eröffnungsfeier die Fahne, genau wie der Würzburger ist er fernab der Heimat zum Star gereift.

Doch mit der Auswahl von Yao Ming, der schon in Athen der Fahnenträger war, demonstrierten die Chinesen ihre sportliche Ambitionen. Größer und besser als alle anderen wollen sie sein. Bei den Spielen im eigenen Land sind sie gerade dabei, sich diesen sportlichen Traum zu erfüllen.

Die Olympia-Teilnahme Yao Mings, der im fernen Amerika 56 Millionen Dollar verdient im Jahr, hing am seidenen Faden. Im Februar zog er sich einen Ermüdungsbruch im Fuß zu und musste operiert werden - bis dahin erzielte er 22 Punkte im Schnitt für die Houston Rockets. Erst seit fünf Wochen trainiert der 27-Jährige wieder mit der Nationalmannschaft. Trotzdem belegt der Chinese in der olympischen Korbjägerliste Rang zwei hinter dem Amerikaner Dwayne Wade.

In seiner Heimatstadt Schanghai wurde Yao Ming vor drei Jahren als «vorbildlicher Arbeiter» ausgezeichnet. Die Mutter war einst Spielführerin der Nationalmannschaft. Der Vater, ebenfalls über zwei Meter groß, war auch ein Basketballer. Seit Yao Ming vor sechs Jahren in Houston in die Lehre ging, ist er immer besser geworden. Auf Nowitzki und vor allem Chris Kaman kommt beim Kampf um den Einzug ins Viertelfinale viel Arbeit zu.

Kaum lässt man in der Olympia-Stadt den Namen Yao Ming fallen, geht der Daumen hoch. «Wir lieben ihn alle», sagt Taxifahrer Shi Yuanlei. Tatsächlich ist er an fast jeder Ecke der Stadt präsent. Auf Plakaten trinkt der NBA-Spieler Erfrischungsgetränke oder wirbt für einen Elektronik-Konzern, auch lächelt er breit für einen Olympia-Spot von den Bildschirmen in den U-Bahnen. «Er vertritt in der NBA die chinesische Kultur», gibt sich auch der 18-jährige Ma Ming als restlos begeisterter Fan. «Yao Ming ist super, er ist mein großes Idol», sagt ein chinesischer Student, der seinen Namen nicht nennen mag, in der U-Bahn.

Ärger über spanische Basketballer

Bei den Sommerspielen in Peking gibt es Ärger um eine als "rassistisch" kritisierte vorolympische Werbung des spanischen Basketball-Männer-Teams. Auf dem Foto ziehen sich die Spieler mit ihren Fingern die Augen zu Schlitzaugen lang. "Das war ganz klar unangemessen, aber soweit wir wissen, hat sich das Team entschuldigt", erklärte am Donnerstag IOC-Sprecherin Giselle Davies in Peking.

„Von uns aus gesehen ist die Sache damit erledigt“, sagte Davies. Die Empörung über die Geste war vor allem aus dem Ausland, weniger aus China gekommen. Er habe das Bild gar nicht gesehen, erklärte der Generalsekretär der Pekinger Olmypia-Organisation, Wang Wei.

Die Spieler des spanischen Teams bedauerten ihren Auftritt. „Sollte sich irgendjemand beleidigt oder gekränkt fühlen, tut uns das sehr leid. Für mich war das eine Clownerie, eine dumme Idee, die sich gegen niemand bestimmten gerichtet hat“, sagte Pau Gasol, der NBA-Profi der Los Angeles Lakers, in der „New York Times“. Laut Gasol habe der Sponsor zu der Aufnahme gedrängt.

Gasols Teamkollege Jose Calderon versicherte der Zeitung, dass er großen Respekt vor Asien und den dortigen Menschen habe. „Das Foto hat keine rassistischen Hintergründe. Einer meiner besten Freunde in Toronto ist ein gebürtiger Chinese“, meinte der für die Toronto Raptors spielende NBA-Legionär. Keine Entschuldigung kam vom spanischen Teamchef Aito Garcia Reneses. Die Fotos wären ein Scherz und keine Beleidigung gewesen, war von ihm in der NY Times zu lesen.

Berichten zufolge trugen die spanischen Basketballer auf dem besagten Bild, das zu Diskussionen geführte hat, Sportkleidung des Turn-Olympiasiegers von 1984, Li Ning, der während der Eröffnungsfeier das olympische Feuer im Olympia-Stadion entzündet hatte. Die Spanier gehören in Peking zum Kreis der Favoriten auf eine Medaille.

Spanien, USA und Litauen im Viertelfinale



Weltmeister Spanien, die USA und Litauen haben beim olympischen Basketball-Turnier der Herren das Viertelfinale bereits erreicht. Die Amerikaner setzten sich in Peking mit 92:69 gegen Vize-Weltmeister Griechenland durch.

Angeführt von Kobe Bryant (18), Chris Bosh (18), Dwayne Wayde (17) und LeBron James (13) zauberten die NBA- Profis beim 92:69 über Vize-Weltmeister Griechenland. Weltmeister Spanien hatte Deutschland mit 72:59 besiegt und ist in Gruppe B nach dem dritten Spieltag ebenfalls noch ungeschlagen. Die Chinesen feierten vor 18 000 stimmgewaltigen Zuschauern mit einem 85:68 über Angola ihren ersten Sieg. Yao Ming steuerte 30 Punkte bei. "Deutschland hat ein gutes Team mit exzellenten Drei- Punkte-Werfern", warnte der 2,26 Meter große NBA-Profi.

In Gruppe A buchte Litauen das Viertelfinal-Ticket durch den dritten Sieg beim 86:79 über Europameister Russland.

Olympia Basketball: Spanien eine Nummer zu groß für DBB-Auswahl

Auch gegen Weltmeister Spanien konnten Deutschlands Basketballer beim olympischen Turnier nicht bestehen. In Peking setzte es eine klare 59:72 (36:39)-Niederlage.

Die Faust in die Rippen, den Ellbogen ins Gesicht, ein Schlag auf die Wurfhand, das Hemd von Dirk Nowitzki ohnehin fest im Griff: Weltmeister Spanien waren alle Mittel recht, um den NBA-Star von den Dallas Mavericks am erfolgreichen Korbwurf zu hindern - und die Pfeife der Schiedsrichter blieb meistens stumm. Beim 59:72 (36:39), der zweiten Niederlage der deutschen Basketballer im dritten Vorrundenspiel des olympischen Turniers, erhielt der 30 Jahre alte NBA-Profi trotz offensichtlicher Fouls nicht einen Freiwurf.

“Das sagt eigentlich alles”, so Bundestrainer Dirk Bauermann lakonisch. Nach den nicht minder aggressiven Attacken der Griechen zwei Tage vorher hatte Nowitzki immerhin noch sechsmal an die Freiwurflinie dürfen. “Wenn sich die Gegner mit drei Mann auf ihn stürzen, wenn er den Ball hat, dann wird”s schwer. Ich bin stolz auf Dirk. Es ist imponierend, wie souverän er reagiert und wie klaglos er das alles wegsteckt”, so der DBB-Coach weiter.

Der “Prügelknabe”, trotzdem mit elf Punkten zweitbester Schütze der deutschen Korbjäger, und auch seine Teamkollegen wollten aber die harte Gangart der Iberer nicht als Entschuldigung für die Niederlage anbringen. “Ich werde ja fast ständig in Doppeldeckung genommen. Über die Schiedsrichter brauchen wir nicht zu sprechen. Hätten wir das Spiel auf fünf oder sechs Punkte Differenz halten können, hätten wir am Ende eine Chance gehabt”, so Nowitzki.

Enttäuscht über die verpasste Sensation saßen die DBB-”Riesen” nach der Schlusssirene noch lange in der Kabine. Beim olympischen Frühsport (Beginn 9.00 Uhr Ortszeit) hatten sie drei Spielminuten zugelassen und sich mit unnötigen Fehlern selbst geschlagen. 18:8 war das Verhältnis bei den Ballverlusten, es steht als Erklärung für die Niederlage.

“Wir hätten sie aus eigener Kraft schlagen und für eine Überraschung sorgen können”, sagte der Frankfurter Pascal Roller, und auch Steffen Hamann, mit 15 Zählern bester Werfer des DBB-Teams, machte seinem Frust Luft: “Wir schießen uns immer wieder selbst in den Fuß. Es macht aber keinen Sinn, über die Schiedsrichter zu schimpfen. Dennoch muss ich vor Dirk den Hut ziehen. Was der alles einstecken muss …”

Bauermann konnte an Einstellung und Kampfgeist im Vergleich zum 64:87 gegen Vizeweltmeister Griechenland nichts monieren. Er sieht seine Truppe bestens gerüstet für das “Endspiel” um den Einzug ins Viertelfinale am Samstag (20.00 Uhr Ortszeit/14.00 Uhr MESZ) gegen China. “Wir freuen uns auf den Showdown. Das ist für beide Mannschaften das wichtigste Spiel des Turniers”, sagte Bauermann.

Seine Spieler sind “mit dem Herz und den Köpfen voll im Turnier angekommen”. An einen Knacks nach der Niederlage gegen Spanien glaubt er nicht, zumal sich an der Situation in der Gruppe B nichts geändert hat. “Dass wir Qualität haben, wissen wir alle. Aber auch, dass wir nur über den Kampf Spiele gewinnen können”, so Nowitzki.

USA, Australien und Russland im Viertelfinale

Olympiasieger USA, Weltmeister Australien und Europameister Russland haben beim olympischen Damen-Basketball-Turnier vorzeitig das Viertelfinale erreicht.

Russland schaffte am dritten Turniertag durch ein 71:65 den dritten Sieg. Australien setzte sich in Gruppe A mit 90:62 gegen Südkorea durch und ist ebenfalls noch ungeschlagen. Pech hatten die Brasilianerinnen, die mit 78:79 gegen Lettland verloren. Die Amerikanerinnen besiegten Mali mit 97:41. Der Olympiasieger wahrte in der Gruppe B als einziges Team seine weiße Weste. Tabellenzweiter ist Spanien nach einem 74:55 über Tschechien. Gastgeber China gewann mit 80:63 gegen Neuseeland. Vier von sechs Teams aus jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale.

Olympia :Deutsche Basketballer chancenlos gegen Griechenland

Die deutschen Basketballer konnten bei den Olympischen Spielen in Peking gegen Vizeweltmeister Griechenland nichts ausrichten - zu schwach präsentierten sich Dirk Nowitzki und Chris Kaman. Doch noch ist der Viertelfinal-Einzug möglich.

Deutschlands Basketballer haben im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale des olympischen Turniers die erste Niederlage erlitten. Die Mannschaft um die NBA-Stars Dirk Nowitzki und Chris Kaman verlor das zweite Vorrundenspiel 87:64 (33:44) gegen Vize-Weltmeister Griechenland. Nächster Gegner ist am Donnerstag (3 Uhr MEZ) Weltmeister Spanien.

Die Griechen begannen in der Neuauflage des EM-Endspiel von 2005 in Belgrad mit der von Bundestrainer Dirk Bauermann prophezeiten Zermürbungstaktik. Mit ihrer gewohnt physischen Verteidigung ließ der Favorit in der Anfangsphase kaum einen erfolgversprechenden Wurf der DBB-Korbjäger zu.

Nicht mal Kaman, der im Auftaktspiel gegen Angola (95:66) sein bisher bestes Länderspiel bestritten hatte, fand den Weg zum Korb und leistete sich zahlreiche Ballverluste. 2:12 lautete der Rückstand vor 14.000 Zuschauern nach fünf Minuten, bevor die DBB-Auswahl langsam ihren Rhythmus fand und nach neun Minuten auch der stets in Doppeldeckung attackierte Nowitzki seine ersten Punkte erzielte. Immerhin gelang bis zum Ende des ersten Viertels nicht zuletzt durch acht Drei-Punkte-Treffer sogar eine 23:21-Führung.

Als der deutschen Mannschaft in den folgenden sechs Minuten keine Punkte gelingen wollte, zogen die Griechen mit einem 12:0-Zwischenspurt davon. Nur neun Punkte für Nowitzki, eine schwache Rebound-Statistik und eine Trefferquote von 36 Prozent auf dem Feld (Griechenland 65 Prozent) spiegelten den Spielverlauf der ersten 20 Minuten wider. Zudem war Nowitzki schon zur Halbzeit mit drei Fouls belastet und konnte folglich in der Defensive nicht mehr mit der gewohnten Aggressivität agieren.

Das Spiel war aus deutscher Sicht endgültig gelaufen, als die Griechen zwei Tage nach der Niederlage (66:81) in der Neuauflage des WM-Endspiels von 2006 gegen Spanien bis zum Ende des dritten Viertels auf 68:48 davonzogen. Insgesamt bestätigte Griechenland mit einer gelungenen Wiedergutmachung ihre Ambitionen auf eine Olympiamedaille.

In der deutschen Mannschaft waren Dirk Nowitzki mit 13 Punkten, Sven Schultze und Demond Greene (je 11) die besten deutschen Schützen. Bei den Griechen überragte Vasileios Spanoulis (23). Im Kampf um einen der ersten vier Plätze in der Gruppe B trifft die DBB-Auswahl nach dem Duell mit Spanien am Samstag auf Gastgeber China und am kommenden Montag auf den Top-Favoriten USA.

Olympia :Favoritensiege beim Basketball-Turnier der Damen

Olympiasieger USA, Weltmeister Australien und Europameister Russland bleiben beim olympischen Basketball-Turnier der Damen weiter ungeschlagen und haben einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht.

Die Amerikanerinnen bezwangen in Peking Gastgeber China mit 108:63 und übernahmen die Tabellenspitze in Gruppe B. Vize-Europameister Spanien gelang ein 85:82-Erfolg über Neuseeland. Die Tschechinnen, Europameisterinnen von 2005, gewannen gegen Afrika-Titelträger Mali mit 81:74.

In Gruppe A setzte sich Australien, der Silbermedaillen-Gewinner von Athen, im letzten Spiel des Tages mit 80:65 gegen Brasilien durch. Weißrussland gelang am zweiten Spieltag gegen Lettland der erste Sieg beim 80:57. Schwierigkeiten hatten die ebenfalls weiter ungeschlagenen Russinnen beim 77:72 gegen Südkorea. 2:47 Minuten vor dem Ende lagen die Asiatinnen noch mit 72:70 in Führung. «Wir haben eine große Chance nicht genutzt» sagte Südkoreas Trainer Jung Duk Hwa.

Olympia 1.Spieltag Herren : USA überrollen China - Litauen besiegt Argentinien

Die Basketball-Stars aus den Vereinigten Staaten von Amerika besiegten den überforderten Gastgeber China deutlich mit 101:70. Basketball-Olympiasieger Argentinien hat sein Auftaktspiel in der Gruppe A beim Herren-Turnier in Peking verloren.

Die Amerikaner um Dwayne Wade (19 Punkte), LeBron James (18) und Kobe Bryant (13) brannten nach der Blamage von Athen mit Olympia-Bronze gegen die Chinesen um ihren Superstar Yao Ming (13) vor 18 000 Zuschauern ein Basketball-Feuerwerk ab.

Griechenland, nächster Gegner der deutschen Basketballer beim Olympia-Turnier in Peking, hat seine erstes Vorrundenspiel verloren. Das Team von Trainer Giannakis Panagiotis unterlag mit 66:81 (29:35) gegen Weltmeister Spanien. Die Griechen konnten vor 16 000 Zuschauern im Wukesong Culture und Sports Center nur in der ersten Hälfte mithalten. Vasileios Spanoulis (15) und Dimitrios Diamantidis (14) waren die besten Werfer der Griechen. Rudy Fernandez (16) und Jose Manuel Calderon (13) erzielten die meisten Punkte für die Spanier.

Das argentinische Team um den NBA-Star Manu Ginobili wurde von Litauen mit 79:75 bezwungen. Kurz vor der Schlusssirene hatten die Argentinier einen Zwölf-Punkte-Rückstand aufgeholt, doch mit einem Dreier sorgte Linas Kleiza von den Denver Nuggets dann für die Entscheidung gegen den Sieger der Spiele von Athen 2004. Die Kroaten bezwangen die Australier mit 97:82. Erster Tabellenführer der Gruppe A ist Russland. Der Europameister setzte sich gegen den Iran mit 71:49 durch.

Olympia :Klarer Sieg gegen Angola

Basketball-Bundestrainer Dirk Bauermann hat seine in der Olympia-Qualifikation erfolgreiche Start-Formation auch beim Auftaktspiel in Peking gegen Afrika-Rekordmeister Angola nicht verändert. Das machte sich bezahlt: Mit 95:66 stand am Ende ein deutlicher Sieg zu Buche.

Neben den beiden NBA-Spielern Dirk Nowitzki und Chris Kaman stehen noch der Neu-Frankfurter Konrad Wysocki, der Neu-Berliner Steffen Hamann und der Bamberger Demond Greene in der ersten Fünf.

Erfolgreichste Werfer auf deutscher Seite waren Nowitzki (23 Punkte) und Kaman (24 Punkte). Dabei konnte es sich Bauermann leisten, seinen Superstar zu schonen.

Olympia-Finalistinnen mit Basketball-Auftaktsiegen

Chinas Basketballerinnen haben beim Olympia-Turnier in Peking für eine Überraschung gesorgt. Vor 18 000 Zuschauern im Wukesong Culture and Sports Center bezwangen die Gastgeberinnen den Vize-Europameister aus Spanien mit 67:64.

«Wir haben noch einen langen Weg vor uns und nun konzentrieren wir uns auf das Spiel gegen Team USA», sagte Chinas Sui Feifei und demonstrierte großes Selbstvertrauen. Der WM-Zwölfte aus China gewann sein erstes Gruppenspiel vor allem dank seiner Rebound-Stärke.

Die großen Olympia-Favoriten USA und Australien starteten mit Auftaktsiegen in das Turnier. Der fünfmalige Olympiasieger USA setzte sich souverän mit 97:57 gegen den EM-Fünften Tschechien durch. Die Australierinnen gewannen mit 83:64 gegen Weißrussland. Stark präsentierten sich auf die Südkoreanerinnen, die nach Verlängerung mit 68:62 gegen Brasilien siegten. Europameister und Mitfavorit Russland gab sich keine Blöße und gewann durch einen erfolgreichen Schlussspurt mit 62:57 gegen Lettland.