Chicago: Wegen Marihuana-Besitzes

Joakim Noah verhaftet

Er galt vor der noch laufenden NBA-Saison als großer Hoffnungsträger der Chicago Bulls. Doch die Karriere des Joakim Noah, Sohn der französischen Tennis-Legende Yannick Noah, nahm in den vergangenen Monaten nicht die erwartete Entwicklung. In der Nacht zum Sonntag wurde der Forward wegen Marihuana-Besitzes verhaftet. Es drohen bis zu sechs Monate Haft.

Noah (23) war einer Polizeistreife in Gainesville/Florida gegen 2 Uhr morgens aufgefallen. Der Basketball-Profi führte eine offene Flasche mit alkoholischem Inhalt mit sich. In Florida ist dies per Gesetz verboten.
Bei der Durchsuchung fanden die Beamten eine Marihuanazigarette. Daraufhin wurde Noah vorübergehend festgesetzt. Nachdem man sich auf einen Gerichtstermin noch im Juni geeinigt hatte, wurde er wieder freigelassen.

Noah war mit großen Erwartungen in seine erste NBA-Saison gestartet. Zuvor hatte der Flügelspieler die Florida Gators zweimal in Folge zum Titelgewinn in der US-Collegeliga NCAA geführt. Im Juli unterschrieb er einen Zwei-Jahres-Vertrag (Gehalt: 3,69 Millionen Dollar) beim sechsmaligen Champion, nachdem er an Nummer neun gedraftet worden war.

In der abgelaufenen Hauptrunde enttäuschte Noah jedoch ebenso wie die Bulls, die die Play-offs klar verpassten. Der Rookie fiel wegen disziplinarischer Verfehlungen auf. In 73 Spielen kam er im Schnitt auf 6,5 Punkte, 5,6 Rebounds und 1,1 Assists - bei durchschnittlich 21 Minuten Einsatzzeit.