Alba will den Basketball-Pokal nach Berlin holen

Zwölf Tage vor dem Start in die Playoffs um die deutsche Meisterschaft feiert die Basketball-Bundesliga am Wochenende in Hamburg mit dem "Top Four"-Turnier um den BBL-Pokal ihr erstes Saison-Highlight. Top-Favorit ist Alba Berlin. Das Team will zum sechsten Mal in seiner Vereinshistorie den Basketball-Pokal gewinnen.

Zwölf Tage vor dem Start in die Playoffs um die deutsche Meisterschaft feiert die Basketball-Bundesliga (BBL) am Wochenende in Hamburg mit dem "Top Four"-Turnier um den BBL-Pokal ihr erstes Saison-Highlight. Als Top-Favorit gilt der siebenmalige Meister und fünfmalige Cup-Sieger Alba Berlin, der nach zweijähriger Durststrecke ohne jeden Titel hungrig auf Erfolg ist.

"Das Ziel ist klar: Wir wollen den Pokal nach Berlin holen", sagte Alba-Sportdirektor Henning Harnisch vor dem Top-4-Turnier in der Hamburger Color-Line-Arena. Im Halbfinale treffen die Berliner am Sonnabend (16 Uhr) auf Vizepokalsieger Artland Dragons aus Quakenbrück. Im zweiten Halbfinale am Sonnabend (19 Uhr) kämpfen EnBW Ludwigsburg und die Eisbären Bremerhaven um den Einzug in das am Sonntag (14.30 Uhr) stattfindende Finale.

Das Halbfinale zwischen dem aktuellen Bundesliga-Ersten aus Berlin und dem derzeitigen Zweiten aus Quakenbrück wird von Fachleuten als "vorweggenommenes Endspiel" bezeichnet. Harnisch warnt jedoch vor der Annahme, dass der Sieger des ersten Halbfinales den Cup nahezu sicher hat: "Alle Teams, die sich für das Top-4-Turnier qualifiziert haben, müssen Qualität haben – und die haben sie auch", betonte der Ex-Profi.

"Artland ist ein harter Gegner, es wird ganz eng", meinte Alba-Trainer Luka Pavicevic. In der laufenden Hauptrunde gewann der Hauptstadtclub in Quakenbrück 78:72, verlor aber daheim 68:76. In der vergangenen Saison war der siebenmalige deutsche Meister im Playoff-Viertelfinale gegen diesen Rivalen überraschend 0:3 ausgeschieden. Die Berliner, die von 700 Fans nach Hamburg begleitet werden, fühlen sich bestens gerüstet. "Wir haben uns in den letzten Wochen eine gute Grundlage geschaffen", ist Harnisch überzeugt.

In den vergangenen zehn Pflichtspielen feierte Alba neun Siege. Am vergangenen Sonnabend sicherten sich die Berliner bereits einen Spieltag vor Abschluss der Hauptrunde Platz eins und damit die beste Ausgangsposition für die am 15. Mai startenden Playoffs, in denen sie zunächst auf Pokal-Halbfinalist Bremerhaven treffen. Alba-Trainer Pavicevic steht in Hamburg mit Ausnahme des Langzeitverletzten Aleksandar Rasic der komplette Kader zur Verfügung.